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Reisebericht “Malta - ein Überblick ” von Thomas Klages

MOBILITÄT

Sollte der Tranfer zur gebuchten Unterkunft per Bus erfolgen, kann man sich im Allgemeinen auf eine eher erfreulich kurze Fahrt einstellen, denn die Fahrzeiten auf Malta beschränken sich, durch die maximale Nord-Süd Ausdehnung von rund 26 Kilometern, auf ein überschaubares Mass. Sollte jemand den Mut aufgebracht haben, schon im Vorfeld der Reise einen Mietwagen geordert zu haben, so muss man sich sofort britischen Gepflogenheiten anzupassen fähig sein, da auf Malta Linksverkehr als Überrest der Briten herrscht. Die ausserorts zulässige Höchstgeschwindigkeit von 65 km/h lässt zwar theoretisch genügend Zeit, bei für Kontinentaleuropäer ungewohnten Verkehrslagen ein wenig zu überlegen, doch sind die maltesischen Fahrer durchaus auch einmal forscher unterwegs und sind bei der eigenen Auslegung der Vorfahrtsregel flexibel. Zumindest ein kleiner Bonus wird den mietwagenfahrenden Gästen in gewisser Weise eingeräumt - denn diese Autos tragen erkennbar andere Kennzeichenschilder als die der Einheimischen. Auf die Suche nach einer Tankstelle sollte man sich vor Einbruch der Dunkelheit machen und insbesondere nicht sonntags danach suchen - denn dann sind die Filialen der Treibstofflieferanten geschlossen. Vor Ort, direkt auf der Insel, einen seriösen Vermieter von Mietwagen zu finden ist nicht schwer. Notfalls hilft die Hotelrezeption weiter, die teilweise auch kostengünstige Kooperationen mit lokalen Anbietern offerieren kann.

Beim Thema Mobilität auf der Insel soll auch gleich auf die sehr auffälligen Linienbusse hingewiesen werden. Auch wer kein Freund der Fortbewegung per Bus im Urlaub ist, sollte sich dieses Abenteür keinesfalls entgehen lassen. Zu in Relation sehr niedrigen Preisen kann sich der Gast in historisch anmutenden, aber äusserst gepflegt und gehegt wirkenden, Bussen auf die Reise in die historische Vergangenheit dieses Kleininselreichs begeben. Die meisten dieser heimelig ausgestatteten Fahrzeuge gehören dem Busfahrer selbst und werden entsprechend in Schuss gehalten. Offizielle Busfahrpläne habe ich nirgends entdecken können, doch existiert in jedem grösseren Ort eine Art Busbahnhof, an der die Fahrer auf ihre Gäste warten. Sollten dann genügend Mitfahrer eingetroffen sein, startet dann auch das Gefährt, meist jedoch nur direkt in Richtung einer grösseren Stadt. Fahrkarten werden bar beim Fahrer bezahlt, an die Rückfahrt zum Ausgangspunkt sollte zeitig gedacht werden, da spät am Abend sowie nachts dieser Pendelverkehr ruht.

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