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 Malta von A bis Z  (Daten, Fakten, Adressen und Themenbereiche)

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  Sonderteil: Strom  ( Malta von A bis Z )

Beschreibung / Detail / Link

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Stromnetz/Adapter

Das maltesische Stromnetz wird mit 400/230V Wechselstrom gespeist. Die Frequenz liegt bei 50 Hertz. Wie in Großbritannien haben die Steckdosen drei dreieckig angeordnete, rechteckige Öffnungen. Urlauber aus dem deutschsprachigen Raum sollten deshalb einen passenden Dreipol-Adapter im Gepäck haben. Häufig werden diese an den Hotelrezeptionen verliehen. Auch können sie vor Ort für ein geringes Entgelt käuflich erworben werden.

Neben den Dreipol-Steckdosen sind in den meisten Hotel- und Apartment-Badezimmern Steckdosen für Rasierapparate angebracht. Diese fassen flache, zweipolige Universalstecker, nicht aber die in Deutschland gängigen runden Schuko-Stecker. Biege- und Steckmanöver an den Steckdosen sollten aus Sicherheitsgründen auf jeden Fall vermieden werden!

Stromproduktion

Da Malta keinerlei Anbindung an das Energienetz des europäischen Festlandes hat, muss der kleine Inselarchipel seinen Strombedarf komplett selbst decken. Dies bewerkstelligt die Enemalta Corporation (EMC), die zwei Kraftwerke auf der Hauptinsel betreibt. Erzeugt wird der Strom mit Hilfe von importierten Schwerölen und leichteren Destillaten. Bereits seit 1953 in Betrieb ist die Marsa Power Station am Ende des Grand Harbours. Die ursprüngliche Station A wurde mit Unterstützung des Marshall-Plans unterirdisch unter den Jesuit Hill angelegt, ist jedoch seit 1993 nicht mehr in Betrieb. Seit 1966 ist zudem Station B am Netz. Letztere wurde in der Zwischenzeit mehrmals ausgebaut und erzeugt heute 267MW Strom.

Das zweite Kraftwerk auf Malta ist die Delimara Power Station im südöstlichen Teil der Insel. Sie wurde 1992 in Betrieb genommen und erzeugt heute 304MW Strom.

Gozo hat kein eigenes Kraftwerk. Die kleinere Schwesterinsel wird durch drei Unterwasser-Leitungen von Malta aus mit Strom versorgt. Letztere führen über das kleine Eiland Comino, das durch eine 33/11kV-Verteileranlage mit Strom gespeist wird.

Aufgrund der veralteten Technik der Marsa Power Station (eine der immer noch im Einsatz befindlichen Turbinen war von 1954 bis 1996 im englischen Little Barford im Betrieb) war im Vorfeld des EU-Beitritts eine Schließung der Anlage im Gespräch. Durch Verlagerung eines Teils der Stromproduktion in die modernere Delimara Power Station konnten jedoch die EU-Grenzwerte für Emissionen rechtzeitig erreicht werden. Noch nicht dem EU-Standard entsprechend sind die Feinstaubemissionen beider Anlagen. Diese sollen jedoch bis Ende 2005 gesenkt werden.

Neben der starken Umweltbelastung, die mit der Stromproduktion auf Malta einhergeht, ist die lückenlose Stromversorgung der maltesischen Bevölkerung nach wie vor ein dringendes Problem. Sobald auch nur bei einem der beiden Kraftwerke ein Fehler auftritt, kommt es zu Spitzenzeiten (vornehmlich im Sommer, wenn viele Klima-Anlagen in Betrieb sind) immer wieder zu Stromausfällen. Zwar gibt die Enemalta vor, auch den künftigen Bedarf der Inseln durch eine Ausweitung des Verteilersystems decken zu können. Da aber allein das derzeit im Bau befindliche neue Krankenhaus soviel Strom benötigen wird wie 29000 maltesische Bürger, ist auch in Zukunft mit Engpässen zu rechnen. Die Universität von Malta wirbt deshalb für alternative Energieformen, wie Sonnen- und Windenergie. Außerdem ist eine Anbindung an das Gasnetz des europäischen Festlandes geplant, um unabhängiger von teuren Schweröl-Importen zu werden.

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