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Sportangeln
Bislang sind Malta und Gozo noch recht unbekannte Sportangler-Destinationen – obwohl der Inselarchipel mit seinem kristallklaren Wasser sehr gute Bedingungen zum Angeln und Fischen bietet! Touristen, die ihre Rute im Gepäck haben, finden kaum organisierte Fishing-Trips vor. Dennoch reicht meist eine einfache Anfrage an den Kais der kleinen Häfen und Anlegestellen aus (Liste siehe unten), um einen ortsansässigen Fischer ausfindig zu machen, der Touristen gerne zu einer Angel-Tour mit aufs Meer nimmt.
Auch vom Lande aus ist das Angeln auf den maltesischen Inseln eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Häufig sind in den Häfen auf Malta und Gozo Einheimische anzutreffen, die auf irgendwelchen Molen sitzen und eine Rute oder Leine in der Hand halten. Selbst auf 50 Meter hohen Steilklippen sieht man Insulaner, die ihr Jagdglück versuchen. Von der Küste aus ist es relativ leicht, Bodenbewohner wie Brassen und Meeräschen zu fangen. Eine weiche Teleskoprute und eine Monofaser-Leine mit einem Reißgewicht von sechs Kilogramm reichen hier vollkommen aus.
Die beste Saison zum Angeln und Fischen auf dem offenen Meer ist der Spätsommer, wenn die Wassertemperaturen so hoch sind, dass ganze Schwärme des maltesischen Nationalfischs Lampuka in Küstennähe kommen. Typisch ist das Angeln mit einfachen Leinen, an deren Enden Haken und Schwimmer befestigt sind: Sie werden hinter den fahrenden Booten hergezogen, bis die Fische beißen. Auch ist die Chance gut, größere Fische zu fangen. Besonders in den frühen Morgenstunden kommen Barracudas und Amberjacks in Küstennähe. Bei ruhiger See sieht man häufig ganze Schwärme von kleinen Sardinen an der Wasseroberfläche, die nicht selten größere Jäger nach sich ziehen. Die Hauptsaison für Schwertfische ist zwischen Mai und August, Blauflossen-Thunfisch kommt in den maltesischen Gewässern vor allem zwischen April und Juli vor.
Daten und Fakten
Die Fischerei-Tradition auf Malta hat weniger ökonomische, sondern vielmehr soziale und kulturelle Bedeutung. Die Erträge machen gerade einmal 0,16 Prozent des Bruttosozialproduktes aus. Derzeit sind nur einige hundert Vollzeit-Fischer registriert, rund 1500 Malteser gehen der Fischerei als Nebenbeschäftigung nach. An Wochenenden und an lauen Sommerabenden aber sieht man viele maltesische Familien, die ihre Freizeit gemeinsam beim Angeln und Fischen verbringen.
Da die meisten maltesischen Fischer mit ihren eigenen kleinen Booten herausfahren und nach kurzer Zeit wieder heimkehren, sind die Fänge sehr überschaubar. Das Überleben sichern qualitativ hochwertige Speisefische, die zu entsprechenden Preisen an die zahlreichen Fisch-Restaurants der Inseln verkauft werden. Das Interesse an traditionellen Handwerkstechniken ist mit ein Grund, warum auch der Tourismus eine wichtige Stütze der maltesischen Fischerei-Wirtschaft ist. Kaum ein Malta-Besucher kehrt ohne ein Foto der berühmten, traditionellen Fischerboote, der farbenfrohen Luzzus, aus dem Urlaub heim. Die bunt bemalten Holzboote mit dem typischen Auge der Osiris machen den Großteil der maltesischen Fischerboot-Flotte aus. Ihr durchschnittliches Alter beträgt 37 Jahre. Zu bewundern sind sie vor allem in den Häfen von Marsaxlokk, St. Paul`s Bay und in Mgarr auf Gozo.
Fangmethoden
Ohne spezielle Erlaubnis dürfen folgende Fangmethoden praktiziert werden:
-alle Arten des Haken- und Leinen-Gebrauchs -der Gebrauch von Speeren -der Gebrauch von Korbfallen -und der Gebrauch von kleinen Handnetzen
Alle anderen Methoden sind entweder verboten oder bedürfen einer speziellen Genehmigung.
Häfen und Anlegestellen
Fischerhäfen auf Gozo und Comino findet man in
-Dwejra -Qbajjar -Marsalforn -Dahlet Qorrot -Hondoq ir-Rummien -Mgarr -Mgarr ix-Xini -Xlendi -Comino
Auf Malta liegen folgende Häfen :
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