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Das Fischen vom Boot aus bedarf einer Genehmigung, die beim Landwirtschafts- und Fischereiministerium beantragt werden muss. Viele maltesische Fischer sind jedoch gegen ein kleines Entgelt gerne bereit, Gäste auf ihren bunt bemalten Luzzu-Booten zum Fischfang mitzunehmen.
Man braucht dazu nur die Fischer in den Häfen z. B. von Marsaxlokk, Bugibba oder in Marsalforn auf Gozo anzusprechen, und den Preis auszuhandeln.
Je nach Jahreszeit und nach Fischart, die gefangen werden soll, wird in Malta auf unterschiedliche Weise gefischt. Im Winter (von Dezember bis April) werden Schleppnetze hinter den Booten hergezogen. So fängt man vor allem Fische, die am Meeresgrund leben, wie Rotbrassen, Oktopus und Hundshai.
Im Sommer (von Mai bis August) wird vor allem nachts gefischt. Mit sehr hellen Lampen werden die Fische angelockt und dann mit einem runden Netz, der lampara, gefangen. Mit dieser Methode werden vor allem Sardinen, Makrelen und Gelbstriemen gefangen. Die Sommermonate sind auch Fangsaison für Thunfisch und Schwertfisch. Für sie werden kilometerlange Leinen ausgelegt, an denen sich Haken mit Ködern befinden.
Von August bis November, also vor allem in den Herbstmonaten, wird die Hälfte der jährlichen Gesamtmenge an Fisch gefangen: vor allem Lampuki aber auch Lotsenfische gehen den Fischern jetzt in die Netze. Lampuki werden mit der "kannizzati Methode" gefangen. Kannizzati sind Korkblöcke, die zusammengebunden auf der Wasseroberfläche schwimmen, mit einem Anker fixiert und mit Markierungsflaggen versehen sind.
Die Lampuki versammeln sich in Schwärmen unter diesen Korkblöcken und werden dort von Netzen umschlossen. Manche Fischer benutzen statt des Korks Palmblätter, die dem gleichen Zweck dienen, aber billiger sind.
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