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Garcia alte und kranke Malteser mit zurück nach Sizilien nehmen, im Angesicht des drohenden Angriffs blieben die Ritter jedoch auf sich allein gestellt. Die Getreidesilos sind gefüllt, für genügend Trinkwasser ist gesorgt und eine auf Pontons schwimmende, eiserne Kette riegelt die Bucht zwischen den beiden Landzungen bei Birgu und L`Isla ab, als am 18. Mai 200 Schiffe mit rund 40000 Mann Besatzung bei Marsaxlokk vor Anker gehen. Demgegenüber stehen lediglich 541 Ritter und Waffenknechte und 3500 maltesische Freischärler. Die Oberbefehlshaber der weit überlegenden türkischen Armee sind Mustafa Pascha für die Landstreitkräfte und Großadmiral Piali für die Flotte Suleimans. Die Koordination des Angriffs soll der gefürchtete Korsar Dragut übernehmen, der einige Jahre zuvor fast die gesamte Bevölkerung Gozos versklavt hatte. Letzterer trifft jedoch erst später ein. Als erstes nehmen sich die Türken das Fort St. Elmo vor, von dem sie glauben, sie könnten es in wenigen Tagen einnehmen. Die Verteidiger leisten aber einen so erbitterten Widerstand, dass das Fort erst nach 31 Tagen härtester Belagerung fällt. Auf maltesischer Seite sind 1500 Tote zu beklagen, die Türken verlieren 8000 Mann in dieser ersten Schlacht.
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