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Natur ist zunächst einmal kaum sichtbar. Die einzigen Wälder, die es unterwegs zu sehen gibt, sind die Antennenwälder auf den Hausdächern. Im streng katholischen Malta werden liebend gern die liberalen Fernsehprogramme sizilianischer Privatstationen empfangen. An den Linksverkehr muss man sich erst gewöhnen — ein Relikt aus der englischen Kolonialzeit, die erst 1964 zu Ende ging. Zeit, viel mehr Eindrücke zu sammeln, bleibt auf der Fahrt ins Hotel kaum. Malta ist nur etwa 27 Kilometer lang und 15 Kilometer breit, da sind die Entfernungen kurz. Das Ambiente von Malta wirkt erstaunlich wenig mediterran, Das zurückhaltende Temperament der Malteser fällt auf, ebenso ihre Höflichkeit und Hilfsbereitschaft. Südländisches Flair findet man bestenfalls in den Touristenzentren Sliema, St. Julian‘s, St. Paul‘s Bay, Bugibba und Qawra. Da stehen auch mal die Tische und Stühle der Restaurants unter freiem Himmel. Ansonsten aber ziehen sich die Malteser lieber in den Schatten ihrer Häuser zurück, Lärm machen in Malta nur die Autos und Mopeds; Musik hingegen erklingt kaum irgendwo auf den Straßen. Unterhaltungen werden gedämpft geführt.
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